Klimawandel und die Europäische Union
Die Erde erwärmt sich, weil die Menschen große Mengen an Energie erzeugen und verbrau-chen. Mit unserem steigenden Energiebedarf wächst auch unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen (Erdöl, Erdgas und Kohle). Diese Brennstoffe - die alle mit hohen CO2-Emissionen verbunden sind - decken rund 80 % des Energieverbrauchs der EU. Die EU muss die Art und Weise, wie sie Energie erzeugt und verbraucht, gründlich ändern, wenn sie ihre Ziele erreichen und den Klimawandel bekämpfen will. Mit ihren Maßnahmen widmet sie sich deshalb Schlüsselbereichen wie dem Strom- und Gasmarkt, den Energiequellen, dem Verbraucherverhalten und einer engeren internationalen Zusammenarbeit.
Die 27 Mitgliedstaaten der EU haben sich im Dezember 2008 auf eine integrierte Strategie im Bereich Energie und Klimaschutz mit ehrgeizigen Zielen für 2020 geeinigt. Sie will Europa damit auf den richtigen Weg bringen - hin zu einer umweltgerechten Zukunft mit einer CO2-armen, energieeffizienten Wirtschaft. Erreicht werden soll dies durch:
- Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 % (bzw. sogar 30 %, falls eine interna-tionale Einigung zustande kommt)
- Verringerung des Energieverbrauchs um 20 % durch bessere Energieeffizienz
- Deckung von 20 % unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen
Die Erderwärmung erfordert weltweite Maßnahmen und die EU hat bereits bei der Ausarbei-tung von zwei wichtigen Verträgen auf diesem Gebiet eine Schlüsselrolle gespielt, nämlich beim Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen von 1992 und dem dazugehörigen, 1997 vereinbarten Protokoll von Kyoto.
Doch damit ist es nicht getan. Die EU will, dass die weltweite Diskussion über den Klima-wandel weitergeht, und drängt auf eine Festlegung des ehrgeizigen Ziels, die Treibhausgas-emissionen bis 2020 gemeinsam um 30 % zu senken.
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