Energie
Energie ist für unser Leben von zentraler Bedeutung. Im Verkehr, beim Heizen und Klimatisieren unserer Wohnungen, beim Betrieb unserer Fabriken, Bauernhöfe und Büros sind wir auf sie angewiesen. Fossile Brennstoffe stehen jedoch nicht unbegrenzt zur Verfügung und sind außerdem eine der wichtigsten Ursachen für die Erderwärmung. Wir können aus fossilen Brennstoffen gewonnene Energie also nicht mehr als selbstverständlich betrachten. Um eine kohlenstoffarme Wirtschaft und Energieeinsparungen zu fördern, müssen wir eine integrierte Energie- und Umweltpolitik mit klaren Zielen und Zeitplänen betreiben.
Für eine nachhaltige Zukunft hat sich die EU folgende Ziele gesetzt:
- Einsparungen von 20 % des prognostizierten Energieverbrauchs bis 2020
- Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 auf 20 %
- Erhöhung des Anteils der Biokraftstoffe am Gesamtverbrauch von Benzin und Diesel bis 2020 auf mindestens 10 % - vorausgesetzt, dass nachhaltige Biokraftstoffe der zweiten Generation aus dem nicht für Nahrungszwecke bestimmten Anbau auf dem Markt erhältlich sind
- Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 20 %
- Schaffung eines Energiebinnenmarktes, der für alle Bürger und Unternehmen von wirklichem Nutzen ist
- Bessere Einbeziehung energiepolitischer Aspekte in andere EU-Politikfelder wie Landwirtschaft und Handel
- Ausbau der internationalen Zusammenarbeit
Dies sind nur die ersten Schritte: Ziel der EU ist es, bis 2050 über 50 % der für Stromerzeu-gung, Industrie und Haushalte benötigten Energie aus kohlenstofffreien Quellen, d. h. aus nicht-fossilen Brennstoffen, zu gewinnen. Dazu zählen Windenergie, Biomasse, Wasserkraft, Sonnenenergie, Biotreibstoffe aus organischem Material und der Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff. Im Rahmen von Forschungsprogrammen, die von der EU finanziert werden, sollen diese Vorhaben vorangetrieben und neue Technologien für eine effizientere Energienutzung entwickelt werden.
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